Die gemeinschaftsbildende Kraft der Musik

Prof. Deckert dirigierte die Junge Philharmonie Erlenbach

 

Musik öffnet die Ohren und die Seele, das betonte der Musikpädagoge Hans Erik Deckert aus Dänemark in unserem Abschlusskonzert. Herr Deckert arbeitete vier Tage lang musikalisch mit Schülern aus unserer Musikschule.

Einer seiner Kernaussagen: "Die Aufgabe des Kammermusikunterrichts ist, musikalische Gemeinschaften zu gründen und zum Tragen zu bringen. In jeder musikalischen Gemeinschaft, ob Quartett oder Orchester, soll der Prozess der musikalischen Aneignung, die Durchdringung des "Ich in der Musik" mit dem "Wir in der Musik" auf den Weg gebracht werden. Wird dieser Prozess einmal erlebt, dann findet menschlicher Aufbau statt. Aufbau durch die Fähigkeit, durch Musik Träger und Getragener zu sein. Musik ist Schule für den Menschen". In diesem Sinne unterrichtete er die Ensembles und das Erlernte konnten die Zuhörer im Abschlusskonzert erleben.

 

 

Das Konzert begann mit dem Concerto in G-Dur von G. Ph. Telemann für vier Violinen. Constanze Schäfer, Luisa Elbert, Nuray Akdeniz und Viktoria Straub musizierten kammermusikalische fein und ausgewogen.

 

 

Anschließend spielte das Violoncelloquintett die Bearbeitung der Ouvertüre zur Oper "Hänsel und Gretel" von E. Humperdinck. Die fünf Cellisten Tilmann Wehle, Ruben Jeyasundaram, Felix Morsch, Ramona Pistone und Kathrin Rösler spielten das Werk souverän und musikalisch vollendet.

 

 

Das Streichquartett Jakob Hahn, Moritz Morsch, Stefanie Wicha und Loretta Meister interpretierten den 3. Satz aus dem "Streichquartett op. 11" von P. I. Tschaikowsky sehr klar und schwungvoll.

 

 

Zum Abschluss des ersten Teils kam das "Trio für Querflöte" von A. Tcherepnin zum tragen. Tatjana Wolf, Magdalena Amarell und Vanessa Schreck spielten die drei Sätze dieses Werkes sehr empfindsam und stellten entsprechend des Charakters die Sätze dar.

 

 

 

 

 

Prof. Deckert erläuterte jedes Werk und ließ so das Publikum in die Musik hineinhören. Auch im zweiten Teil des Konzertes stellte er Themen und Rhythmen der Werke vor. So auch bei der "Sinfonie in G-Dur", Allegro von Chr. W. Gluck, gespielt vom Musikschulorchester der Musikschule.

 

 

Wieder fand ein Wechsel auf der Bühne statt. Die Junge Philharmonie Erlenbach mit ihrem Solisten Ruben Jeyasundaram spielten das "Cellokonzert in A" von C. Stamitz. Ein Höhepunkt des Konzertes, verstand es der Solist doch auf hervorragender Weise sich mit dem Orchester auszutauschen und seinen solistischen Part mitreisend zu erfüllen.

 

 

Ein weiterer Höhepunkt war das "Siegried Idyll" von R. Wagner. Das schwierige Werk verlangte vor allem von den Streichern Hingabe und Einfühlungsvermögen, dass die jungen MusikerInnen meisterhaft umsetzten. Durch die Einbeziehung des Publikums durch die Erläuterungen von Herrn Deckert und das überzeugende Musizieren der MusikerInnen entstand eine harmonische Atmosphäre in der Frankenhalle.