Mitreißendes Geburtstagskonzert

Erlenbacher Musikschule feiert 25-jähriges Jubiläum in der Frankenhalle

 

Erlenbach. Zum Geburtstagskonzert hatten die Freunde der Musikschule Erlenbach am Samstagabend in die Frankenhalle eingeladen. 25 Jahre alt geworden ist die Bildungseinrichtung der Stadt in diesem Jahr. Das Konzert war auf klassische Musik ausgerichtet mit Schwerpunkt auf Kompositionen von Franz Schubert.

In seinen Grußworten hatte Musikschulleiter Erich Rachor bereits klar gemacht, dass Musizieren viele positive Effekte auslöst, gerade bei Kindern und Jugendlichen. Dem Landtagsabgeordneten Berthold Rüth gab er mit auf den Weg: »Sorgen Sie dafür, dass mehr Musiklehrer eingestellt werden, dann sparen Sie sich hunderte von Sozialpädagogen.«

 

Fulminanter Klangkörper

Das Jubiläum war unter das Motto gestellt worden »25 Jahre städtische Musikschule- kling gut«. Es wurde augen- und insbesondere ohrenfällig klar, welch herausragende Leistungen durch eine motivierende Ausbildung möglich sind. Weiterhin zeigten sich die positiven Effekte einer Zusammenarbeit mit örtlichen Chören und Solisten. Neben der jungen Philharmonie der Musikschule, die unter der Regie von Werner Schuck eine beeindruckende Leistung bot, hatten sich Chorvereinigung, Kirchenchor und gemischter Chor aus Erlenbach sowie der gemischte Chor Mechenhard zu einem fulminanten Klangkörper zusammengetan.

 

Sensibel und virtuos

Flankiert von den Gesangssolisten Verena Hörlin, Petra Pfannmüller, Tamara Bracharz, Bernhard Wehle, Michael Tikart und Klaus Ottenbreit sowie dem Pianisten Joachim Hammer boten Chor und Orchester ein großartiges Konzert, das in seiner Gesamtheit einen zwei Stunden andauernden musikalischen Höhepunkt darstellte. Bereits die Einleitung mit der Ouvertüre zur Oper »La Celemenza di Tito« von Wolfgang Amadeus Mozart bestach durch ein perfektes Zusammenspiel der jungen Philharmonie. Geführt von Werner Schuck hatten die Musiker den festlichen Charakter der Komposition sensibel herausgearbeitet und mit virtuoser Kraft ausgefüllt.

Sehr melodisch und gut aufeinander abgestimmt klangen die Schubertschen Stücke »Jägerchor« und »Hirtenchor«, bei denen das Orchester in den Hintergrund trat, um Solisten und Chorsängern den Vortritt zu lassen und nur zuweilen instrumentale Farbtupfer setzte.

 

Während im ersten Teil des Konzerts die Ansprachen von Bürgermeister Michael Berninger, Landrat Roland Schwing und dem Fördervereinvorsitzenden Bernhard Wehle breiten Raum einnahmen, stand im zweiten Teil ausschließlich die Musik im Mittelpunkt. Nur zurücklehnen und genießen war kaum möglich, denn was geboten wurde, war so mitreißend, dass es einen kaum noch auf den Stühlen hielt. Nahezu mystisch klangen die Männerstimmen des Schubertschen »Geisterchores«, die von den Bläsern der Philharmonie begleitet wurden.

Eine Glanzleistung vollbrachte die junge Philharmonie mit der Interpretation von Franz Schuberts »Ballettmusik aus Rosamunde«, bei der das tänzerische Element sehr schön herausgearbeitet wurde und die Übergänge von den fröhlichen Sequenzen zu den getragenen Elementen der Komposition außerordentlich geschmeidig waren.

 

Brillantes Flügelspiel

Brachial und prächtig gebärdete sich das letzte Stück. Ludwig van Beethovens Fantasie für in C-Moll für Klavier, Chor und Orchester verlangte von allen Beteiligten ein Höchstmaß an Konzentration und virtuoser Leistung. Ein brillanter Joachim Hammer am Flügel, wunderbar im Einklang mit Orchester, Chor und Solisten, führte das Konzert zu einem grandiosen Abschluss mit tosendem Beifall und stehenden Ovationen.

Ruth Weitz, Main Echo

 

Weitere Eindrücke vom Konzert

 

Junge Philharmonie Erlenbach, Erlenbacher Chöre & Solisten, Ltg: Werner Schuck

 

Bgm. Michael Berninger bei seiner Festrede

Herr Landrat Roland Schwing gratuliert Msl Rachor

 

1. Vors. des Fördervereins Bernhard Wehle

Bewährte Gesamtleitung: Werner Schuck

 

Chöre & Orchester mit Solist Joachim Hammer

 

Ausverkaufte Frankenhalle - über 400 Gäste waren begeistert

 

Die Gesangssolisten: Verena Hörlin, Tamara Bracharz, Petra Pfannmüller,

Bernhard Wehle, Michael Tikart und Klaus Ottenbreit

 

Verdienter Schlussapplaus - Erlenbach eine hörbare Gemeinschaft

 

Die Städtische Musikschule bedankt sich recht herzlich bei allen Beteiligten.

Vielen Dank.