Rede des Musikschulleiters Erich Rachor zum Jubiläumskonzert am 21. Oktober

 

Bayernweit ein einmaliges Profil

                             

Grüß Gott liebe Schüler, liebe Eltern, Grüße Gott meine Damen und Herren, ich begrüße sie recht herzlich zu unserem Jubiläumskonzert 25 Jahre Städt. Musikschule Erlenbach.

 

Meine Damen und Herren in meiner kurzen Ansprache gehe ich nicht auf die Geschichte der Musikschule und die tollen Konzerte ein, die wir im Laufe der Zeit veranstaltet haben. Diese Fakten können Sie in unserer Festschrift nachlesen.

Nur eine wichtige Bemerkung zur Geschichte: Dank Herrn Altbürgermeister Herrn Alois Kirchgäßner, dem Gründer der Städt. Musikschule und der damaligen Verwaltung, können wir heute unsere pädagogisch wie gesellschaftspolitisch sinnvolle Arbeit an der Musikschule leisten. – Vielen Dank Herr Kirchgäßner.

 

Wir die Städtische Musikschule sind an der Anzahl der Schüler gemessen eine kleine Musikschule, aber mit großartigen Veranstaltungen. Wir geben uns damit ein Profil, dass bayernweit, gemessen an Musikschulen, die teils viel größer sind als wir, einmalig ist. Warum können wir das leisten.

   a) Weil wir fachlich ein gut ausgebildetes Lehrerkollegium haben, das hoch motiviert ist und mit mir   

       hervorragend zusammenarbeitet und

   b) wir eine hervorragende Mitarbeiterin haben, die für uns Musiklehrer sorgt. Vielen Dank an meine

      Kollegium und Frau Susanne Ebert.

 

Zum anderen weil wir durch die Stadt, sprich Bürgermeister, Stadträte und Stadtverwaltung in das Stadtleben gut eingebunden sind. Das ist neben unserer musikalischen Breitenarbeit auch einer unserer wichtigsten Aufgaben, wir nennen es Kultur vor Ort.

Und - wir können diese Konzerte veranstalten, weil wir seit 1997 einen Förderverein haben, der sich für uns ideell wie finanziell einsetzt und uns tatkräftig unterstützt. Allen ein herzliches Danke schön.

 

Einen Aspekt unserer Musikschularbeit, wie angesprochen die Kultur vor Ort, sehen und hören Sie heute in unserem Jubiläumskonzert. Unser Bemühen ist es eine enge Verbindung zwischen den musiktreibenden Vereinen wie den Chören und den Blasmusikvereinen zu schaffen. Daraus resultiert so manches tolle Konzert. Für diese Zusammenarbeit bedanke ich mich ganz recht herzlich vor allem jetzt bei den Sängerinnen und Sängern auf der Bühne.

 

25 Jahre Städtische Musikschule klingt gut.

Das ist unser Motto zu unserem Jubiläumsjahr. – Warum?

Musizierende Kinder oder Erwachsene klingen gut – egal auf welchem Niveau sie spielen, als Solisten oder in Ensembles, wie in unserem Orchester der Jungen Philharmonie.

 

Zum anderen 25 Jahre klingt gut, weil wir, die Musiklehrer auf einer gesunden und motivierenden finanziellen Grundlage arbeiten können - Dank der Stadt Erlenbach.

 

Zum dritten: 25 Jahre klingt gut, weil unsere Musikschule als ein Teil des außerschulischen Bildungswesens dazu beiträgt, dass Kinder ganzheitlich erzogen werden. Kein Medium wirkt auf Menschen so intensiv wie Musik. Gott sei Dank wurde dies durch empirische Untersuchungen belegt. Musizierende erleben ihre Umwelt bewusster – Musik öffnet den Menschen. Warum? Das ist ja einleuchtend. Der Mensch, also wir bestehen aus Schwingungen, die Musik besteht aus Schwingungen und beide zusammen ergeben eine göttliche Harmonie.

 

Herr Rüth (Abgeordneter des Landtages), Sie setzen sich ja sehr für das Bildungswesen in Bayern ein. Eine Bitte, stellen Sie doch Musiklehrer ein und forcieren Sie den Musikunterricht, dann sparen Sie in Zukunft hunderte von Sozialpädagogen an unseren Schulen. Ich möchte Ihnen ein Buch schenken, in dem die wissenschaftlichen Untersuchungen von Herrn Prof. Bastian zusammengefasst sind. Er hat sechs Jahre an einer Grundschule in Berlin Untersuchungen durchgeführt mit beeindruckenden Ergebnissen. Es wäre schön, wenn Sie es mal durchlesen würden. Vielen Dank dafür.

 

Und zum Schluss 25 Jahre klingt gut, weil die Musik die Musikalität des Menschen bei uns an der Musikschule aktiviert wird, denn jeder Mensch ist musikalisch.

Die Frage ist: Wie kann Musikalität zur Entfaltung gebracht werden? Vielleicht ein Ansatz des Pädagogen Herrn Prof. Deckert aus Dänemark, der ja im letzten Jahr einen 4tägigen Workshop mit unseren Schülern durchgeführt hat. Er sagt:

 

1. Das persönliche Musikerlebnis - ist das Hören mit dem Herzen.

2. Das gemeinschaftliche Musikerlebnis auf der Grundlage des musikalischen Gebens und Nehmens – ist das Hören auf den Anderen.

 

Jetzt bin ich wieder bei meiner Aussage: Musizierende klingen immer gut, egal auf welchem Niveau sie spielen, wenn die Musik von Herzen kommt.

 

Das alles waren Worte. Das wichtigste ist aber Musik zum klingen zu bringen. Geben und Nehmen auch zwischen Ihnen meine Damen und Herren, den Chören aus Erlenbach und unserem Sinfonieorchester. Auch hier und heute in der Frankenhalle findet ein wichtiger Austausch statt. Dieses Erlebnis wünsche ich uns heute und auch für die kommenden Konzerte: Ihrer Städtischen Musikschule Erlenbach. - Viel Freude und vielen Dank.