Sinfonisches Konzert

 

Mit Spannung und Ausdruck

 

 

Die Städtische Musikschule Erlenbach ist eine tragende Säule des musikalischen Lebens in der Region. Sie besteht seit einem Vierteljahrhundert, seit 18 Jahren hat sie ein philharmonisches Jugendorchester, dessen Leitung der Großwallstädter Musikpädagoge und Solo-Posaunist Michael Köhler im Sommer 2005 übernommen hat. Am Sonntag hat das Orchester in der Frankenhalle Ludwig van Beethovens anspruchsvolle »Schicksals-Sinfonie« aufgeführt - mit Erfolg.

 

Anspruchsvolle Orchesterwerke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert und Felix Mendelssohn-Bartholdy stehen schon lange auf den Programmen der Erlenbacher Philharmoniker. Mit Beethovens 5. Sinfonie hat man nun eine gewaltige Steigerung hoher musikalischer Ansprüche dokumentiert.

 

Dem begeisterten Auditorium bot sich im vollen Haus ein bis aufs Äußerste konzentrierter Klangkörper mit 45 Musikern. Das Orchester behielt bei allen vier Sätzen die Spannung, musizierte immer homogen und behauptete sich durch gute Phrasierung, Ausdruck und sehr ordentliche Intonation. Es gab keinen Aussetzer, sondern eine sich von Satz zu Satz steigernde Musizierlaune, die Streicher und Bläser gleichermaßen ergriff und zu Höchstleistungen antrieb. Was müssen das für großartige Musiklehrer sein, die junge Menschen zu solchen künstlerischen Höhenflügen führen?

Zum Einspielen hatte sich das Orchester Georg Philipp Telemanns Ouvertüre in C-Dur für Streicher ausgesucht. Das war schön klingender Barock.

 

 

Natürlich machte auch das auf dem Programmzettel stehende Konzert für Violoncello und Orchester op. 49 des St. Petersburgers Dimitri Kabalewsky neugierig, dessen Kompositionen in der russischen Musik des 19. Jahrhunderts verwurzelt sind. Der Aschaffenburger Musikpädagoge und Cello-Virtuose Andreas Lippert schuf ein facettenreiches und farbiges romantisches Tongemälde aus dem 1949 uraufgeführten Werk.

 

 

 

 

 

Das Orchester folgte den Anweisungen seines Dirigenten, zeichnete die Folkloreklänge der sehr erdgebundenen Komposition mit ihren Marschrhythmen und dem Gedenken an die im Vaterländischen Krieg gefallenen Söhne stimmungsvoll nach. Schon hier erhielten die jungen Künstler reichen, herzlichen Beifall. Wolfgang Tulaszewski

 

 

Weitere Eindrücke vom Konzert

 

 

Michael Köhler dirigiert souverän und

Andreas Lippert - ein exzellenter Solist.

 

Frau Groppe "Mutter aller Geigen"

und ihr Register.

 

Die Junge Philharmonie spielt Beethovens 5. Sinfonie.

 

Der Blechbläser-Satz

und die Holzbläser - ihr Einsatz.

 

"Steigende Musizierlaune ...

auch bei den Cellisten.

 

"Der Klangkörper musizierte homogen ..."

Die beiden Hauptpersonen des Abends

 

Ein hervorragendes, ausverkauftes Konzert geht zu Ende.
Zufriedene Zuhörer forderten mit viel Beifall eine Zugabe.