Immer für eine Überraschung gut

Frühlingskonzert der Musikschule Erlenbach

 

Erlenbach. Erlenbachs Musikschule war auch bei ihrem Frühlingskonzert in der fast vollbesetzten Frankenhalle für einige Überraschungen gut. Zu den Höhepunkten gehörten die Auftritte der noch nicht sieben Jahre alten Nachwuchsgeigerin Anne Luisa Kramb und der großartigen Saxophonistin Franziska Richter. Unglaublich, wie souverän das zierliche Kind mit seiner Violine bei der Wiedergabe des einsätzigen Konzerts für Violine a-Moll des Belgiers Jean Baptiste Accolay (1833 - 1900) schon umging. Die von ihrem Vater Dr. Volker Kramb am Klavier begleitete Anne Luisa bewältigte mit sicherem Strich intonationsrein und ausdrucksvoll auch schwierige und virtuose Passagen. Selbst die anspruchsvollen Soli gelangen ihr. Der Beifall wollte nicht enden.

Franziska Richter zog mit zwei Sätzen aus dem »Scaramouche« des Franzosen Darius Milhaud (1892 - 1974) ein musikalisches Brillantfeuerwerk auf ihrem Saxophon temperamentvoll ab. Allein schon schwindelerregend ihre virtuosen Läufe und Tempiwechsel. Verena Rickert war ihr eine kongeniale Begleiterin am Klavier.

 

Auch Werner Schucks Flötennachwuchs legte mit Sophia Dall`omo und Theresa Breunig alle Ehre ein, die Largo und Giga aus der Sonata prima op. 47 D - Dur des Barockkomponisten Joseph Bodin de Boismortier mit sauberem Ansatz tonschön bliesen. Elegant und mozärtlich gaben sich Ulla Connor, Hannah Becker, Violine, Janine Weis, Viola, und Fachdozent Andreas Lippert, Violoncello, bei Wolfgang A. Mozarts Allegro aus dessen Quartett F - Dur KV 168. Das gediegene Saxophon-Quartett( Christian Beißler, Benjamin Kraus, David Berres, Igor Abramov) versetzte das Auditorium mit »Crazy Rhythm« und »China Town« (Karen Street) in eine aufgekratzte Stimmung.

 

Der Erlenbacher Bläsernachwuchs scheint sich ebenfalls auf einem guten Weg zu befinden, was der neunjährige Christoph Köhler mit Leopold Mozarts »Bourrée«, und der zwei Jahre ältere Paul Suess (Red River Valley) auf ihren Trompeten bewiesen. Zwischendurch gab es einen Klaviervortrag zu vier Händen, den Eva Witt und Bianca-Tamara Jung, mit »Candlelight Dinner« und »Top Secret« des Schweizers Daniel Helbach recht flüssig und homogen bestritten.

Sehr beherrscht und konzentriert absolvierte ein ganz junges Streicherensemble mit Nicolas Oberle, Magdalena Rachor, Christina Fischer, und Johannes Oberle das Rondeau und Andante aus Henry Purcells Oper »Fairy Queen« sowie einen Satz aus Antonio Vivaldis Konzert für Violoncello C-Dur. Solist war Johannes Oberle. Ein neunköpfiger Gitarrenkreis und Sängerin Rebecca Röhl erfreuten mit »Nothing Else Matters« des Amerikaners James Hetfield.

 

Am Orchesternachwuchs scheint es den Erlenbachern grundsätzlich nicht zu fehlen. Eine aus sechs bis zehnjährigen bestehende große Vorschulgruppe spielte unter Leitung von Werner Schuck beschwingt Frühlingslieder. Aus dem kleinen Maximilian Trautmann wird bestimmt ein guter Bratscher. Er hatte sich den 3. Satz aus der Sonatine Nr. 1 op. 35 b des Würzburgers Berthold Hummel ausgesucht. Und als Werner Schuck sein großes Orchester antreten ließ, vernahm der Hörer Ouvertüre und Allegro aus der Händel-Oper Scipione» sowie den Allegro-Satz aus dem Konzert für Violine in G-Dur des großen Barockkomponisten Antonio Vivaldi. Schuck dirigierte straff und tonschön. Einen heiteren und heißen Schluss schuf die glänzend aufspielende fünfköpfige Combo mit Stücken des Österreichers Joe Zawinul (Mercy, Mercy) und des Amerikaners David Benoit (Freedom At Midnight).

Wolfgang Tulaszewski

 

Weitere Eindrücke vom Konzert

 

Unser "Vororchester" spielt unter der Ltg. von Herrn Schuck Frühlingslieder

 

Rebecca Röhl (links) singt J. Hetfield, begleitet von dem Gitarrenensemble

 

Maximilian Trautmann, Viola

und unser jüngstes Streichquartett.

 

Christoph Köhler, Trompete

und unser dynamisches Saxophonquartett.

 

"Candlelight Dinner" mit Eva Witt und Bianca Jung.

Etwas versteckt Paul Suess, Trompete.

 

Unser 2. Streichorchester - das "Musikschulorchester" spielt Händel.

 

Zwei junge, begabte Geigerinnen. Lorraine Rauscher und Anna Luisa Kramb

 

Franziska Richter, Saxophon und Verena Rickert, Klavier spielen "Scaramouche" von D. Milhaud.

Mozärtlich spielte eines unserer großen Streichquartette.

 

Unser abwechslungsreiches Programm endete mit unserer Combo, die leider an diesem Tag etwas geschwunden und hinter den Notenständer verschwunden war.

 

Die Musikschulleitung bedankt sich recht herzlich bei allen Lehrkräften,

für die ausgezeichnete Vorbereitung des Konzertes.