Zum Jubiläum wunderbar harmonisch
 

Konzert zum 20-Jährigen Bestehen

 

 

 

Erlenbach. Seit 20 Jahren steht sein Name für Qualität, hohes Niveau oder einfach gute Musik - das Jazz Orchestra Erlenbach. Auch beim Jubiläumskonzert enttäuschten die Musiker ihr Publikum nicht. Am Sonntag jagte ein Höhepunkt den anderen. Auf der Bühne stand eine Big Band, die wunderbar harmonisch spielte und zugleich spontan und natürlich wirkte.

 

 

Gleich zu Beginn swingte die Band im Stile von Count Basie mit "Switch in Time" und stimmte die Zuhörer auf das Konzert mit ihrem gewaltigen Klangvolumen ein. Den energiegeladenen Charakter des Liedes unterstrichen die Soli von Stefan Schlett, Posaune und Matthias Nolte, Klavier. Dass die Musiker nicht nur bei mitreißenden, sondern auch ruhigen Melodien ein Klangvolumen bieten können, bewiesen sie mit Mr. Bojangles von Jerry Jeff Walker in einem Arrangement von Steward Burgess. Gesangssolistin Kerstin Olejak meisterte die verschiedensten Tonlagen souverän und verlieh dem Stück einen nachdenklichen Charakter. Die Melodie entwickelte sich schließlich zu einem grandiosen Höhepunkt, der sowohl agogisch als auch dynamisch eindrucksvoll vorbereitet wurde.

Latin in südamerikanischem Stil bot die Band mit dem Arrangement von "Aqua de Beber". Dabei mischte sich die Stimme von Kerstin Olejak mit dem Sound der Posaune von Stephan Schlett, als sei es schon immer so gewesen.

Mit einem wunderbar feinen und sanften Spiel auf dem Tenorsaxophon glänzte ein weiterer Solist: Thorsten Schölch ließ das Publikum mit "In A Sentimental Mood" in den schönsten Momenten des Lebens schwelgen, untermalt von den gepflegten Klavierklängen von Matthias Nolte. Die Backgrounds der Band verstärkten den Solisten in dem feinfühligen Arrangement, das tiefsinnig und melancholisch wirkte.

Ein Überraschungsmoment im Programm war der Sänger Thorsten Keil. Mit seinem schwungvollen Gesang erntete er viel Applaus für "Moondance". Trotz schneller Textfolge und ausgefeilter Melodie gelang dem Solisten eine saubere Artikulation, die durch meisterhaft eingesetzte Betonungen ergänzt wurde. Auch "One Note Samba" lockerte das Programm auf. Der Höhepunkt des Stücks: Das Solo von Andreas Schecher, Tenorsaxophon. Schecher spielte spontan, als wäre sein Solo einer kurzweiligen Laune entsprungen. Einem Rhythmuswechsel begegnete das Orchester mit Leichtigkeit und unterstrich damit den Charakter des Stücks.

Das Orchester glänzte am Sonntagnachmittag vor allem mit seinen zahlreichen solistischen Einlagen und den äußerst natürlich gespielten Melodien, so dass im Publikum ein Stillsitzen kaum mehr möglich wahr. Stephan Schlett, Leiter des Ensembles, wünschte, dass sie noch weitere 20 Jahre so erfolgreich sein werden und ergänzte: "Ihr seid ganz sicher nicht schlechter geworden".  Nach drei Zugaben konnten die Musiker die Bühne verlassen. 20 Jahre Jazz Orchestra - ein Klangerlebnis besonderer Art. 

 

INFO zu 20 Jahre Jazz Orchestra Erlenbach
Konzerte der Big Band
Besetzung der Big Band

 

 

Weitere Eindrücke vom Konzert
 

Thorsten Schölch, begleitet von Udo und Christian

und sein Namenskollege Thorsten Keil

 

Andy "Stan" Schecher und

Alexander "Benny" Gärtner solieren wie in alten Zeiten.

 

Bandleader, Moderator, 1. Posaunist, Solist und werdender Papa - Stefan Schlett

Zwei Freunde Paul und Stephan

 

Zwei Stimmen - Thorsten und Kerstin - Power pur

Mathias Hemmelrath soliert am Alto,

im Hintergrund Felix Wöber, Percussion

 

Zwei hervorragende Nachwuchstrompeter - Manuel Reis und Andreas Schneider

 

Saxophon - battle (Thorsten, Mathias, Alexander, Andy)

 

Das Jazz Orchestra Erlenbach unter Leitung von Stephan Schlett -

spielte ein stimmungsvolles Konzert ...

 

... Freude und Zufriedenheit bei allen Konzertbesuchern