Junge Talente mit spürbarem Spaß:

Da lacht das Herz

 

 

Klangvoller Jahresabschluss der Musikschule Erlenbach beim Altstadtfest mit Blues, Klassik und Volksliedern. Petrus drohte zwar mit Regenwolken, war dann aber offensichtlich so begeistert von den 16 Musikdarbietungen der Erlenbacher Musikschüler, dass er die Schleusen geschlossen hielt. An der Musikschule Erlenbach geht es vor allem um den Spaß an der Musik, wie der Schulleiter Erich Rachor zu Beginn des gut zweistündigen Open-Air-Konzertes im Innenhof formulierte: "Viel Vergnügen, sehr viel Spaß, da lacht das Herz".

 

Genau so war es, auch wenn der Lautstärkepegel - durch die Altstadtfestbesucher und die benachbarte Blasmusik verursacht - vor allem für die "leise" Musik wie die des Gitarrenorchesters - nicht so leicht wegzustecken war. Wer Freude an einem Instrument hat, darf sich schon in ganz jungen Jahren an der Musikschule ausprobieren, und welchen Erfolg das bringen kann, bewiesen gleich zu Beginn die Mädchen und Jungen der Orchestervorschule unter der Leitung von Doris Völcker. Spaß und Leistung schließen sich keinesfalls aus, sie bedingen sich wohl gegenseitig. Und dann gab es alle Arten von Musik, von Volkstümlich-Unterhaltsamem über Blues und Säbeltanz bis hin zu echter E-Musik - und auch diese Klassik wirkte nie verbissen, nie todernst, auch die machte Akteure und Zuhörern spürbar Spaß.

 

Herausheben sollte man niemanden, genannt werden sollten die jungen Künstler aber auf jeden Fall: das Gitarrensextett mit Jasmin Bornhorst, Miriam Großmann, Fabio Calo, Tobias Oefelein, Melih Karpis und dem Leiter Yüksel Akdenzi mit der Suite Latina, Oliver Kutz mit der Klarinette und Igor Abramov am Klavier mit einem Tanz aus "Schwanensee", Lorraine Rauscher, Leonie Abt (beide Violine) Nathalie Partsch (Viola) und Helena Ackermann (Violoncello) mit zwei Kompositionen von Sheila Nelson.

Frisch und lebendig interpretierten Lea Baumgarten, Linus Hein, Noah Wießler und Joss-Malte Jans mit der Trompete Kinderlieder, während unter Ingrid Groppes Leitung Nikolas Oberle und Hannah Gund auf der Violine, Christina Fischer mit der Viola und Johannes Oberle auf dem Violoncello den 1. Satz aus Mozarts Streichquartett G-Dur vortrugen.

 

Schön auch die solistischen Beiträge: David Matsis ließ am Klavier Robert Schumanns "Wilden Reiter" los, David Berres interpretierte Wolfgang Riemers Solostudie, Theresa Wollein den ersten Satz von Maas' Sonatine für Klarinette - beide am Klavier begleitet von Igor Abramov -, Sebastian Bauer sorgte mit seiner Trompete für gute Laune, als er das "Oh, when the saints" intonierte, während Sarah Kern am Klavier beim Chatschaturians Säbeltanz brillierte. Bei Vivaldis Konzert für zwei Violinen in a-moll saß Holger Blüder am Klavier und Larissa Lazarov und Zelal Yalcin spielten die Violine. Witzig-temperamentvolle Unterhaltung boten Annia Ruppert, Verena Bernhard, Theresa Breunig und Sophia Dall'omo mit der Querflöte bei Scott Joplin und Claude Debussy, Larissa Lazarov und Annika Seyfried mit der Violine, Nicola Witt mit der Viola und Verena Seyfried mit dem Violoncello mit "My heart will go on" von James Horner, bevor mit ihren Trompeten Paul Süss, Stefan Schmitz und Christoph Köhler temperamentvoll den Auftritt des Musikschulorchesters unter der Leitung von Holger Blüder einleiteten, das unter anderem mit der "Rhapsody in Blue" und mit "Grease" den gelungenen Schlusspunkt eines rundum unterhaltsamen Konzert setzte.

 

MainEcho, Heinz Linduschka

 

Eindrücke vom Konzert

 

Vororchester unter der Leitung von Doris Völcker

 

Gitarrenensemble und das "Indianer-Streichquartett"

 

David Matsis, Klavier und der noch junge Trompetennachwuchs

 

David Berres und sein Lehrer und die fleißigen Helferinnen

 

Zuhörer bei Kaffee und Kuchen im vollbesetzten Hof der Musikschule

 

Weitere Bilder werden folgen

 

Die Musikschulleitung und der Förderverein bedanken sich recht herzlich bei allen Helfern und Lehrkräften für ihre tolle Arbeit.