Artisten am Klavier und in der Manege

Jubiläumskonzert: Junge Talente feiern gemeinsam mit Circus Blamage in der Frankenhalle das zehnte »Musik antasten«

Zirkusdirektor Cäsar Rinobaldo Cravallo hatte nicht zu viel versprochen. »Sensationen und tolle Akrobatik auf dem Boden und an den Tasten«, kündigte die einfach umwerfende zehnjährige Jülide Ön in der Rolle des Direktors dem »värärtem Publikumm« an. Beim 10. »Musik antasten« der städtischen Musikschule Erlenbach übertrafen sich die Organisatoren und Künstler in der Manege in der Frankenhalle selbst.

Klangkunst und Jonglage
Alljährlich gehen die Klavierschüler »heraus aus dem stillen Kämmerlein«, erklärt Lehrer und Pianist Frank Lang das Konzept. Dabei präsentieren sie nicht nur ihr Talent, sondern sorgen unter einem Thema auch dafür, dass es ein rundum vergnüglicher Abend wird. Dieses »Musik antasten«, wie das publikumswirksame Konzert heißt, kommt bei den Schülern gut an, weiß Schulleiter Erich Rachor. »Die Klavierschüler haben es einfach gern, wenn noch etwas dazu passiert, wenn sie spielen.« Und wenn die »Einzelkämpfer«, so Lang, mal im großen Rahmen Teil eines Ensembles sein dürfen.

»Beim Jubiläumskonzert im zehnten Jahr wollten wir noch eins draufsetzen und haben den Circus Blamage dazu engagiert«, erklärt Rachor. Die drei Klavierlehrer Daniela Dörle, Doris Völcker und Frank Lang studierten mit ihren Schülern zum Zirkus passende Musikstücke ein. So entstand eine gelungene Mischung. Während auf dem Klavier Amelies wunderbare Welt oder ein Ungarischer Tanz von Brahms erklangen, jonglierten die jungen Zirkusartisten aus dem ganzen Landkreis, türmten ihre Körper beim Kadagio aufeinander oder balancierten auf der Laufkugel. Zu den melodiösen »Flying Birds« wurden bunte Flaggen geschwungen, zu den mächtigen Akkorden der »Black Pearl« zeigten Artisten piratenmäßigen Stockfechten.


Mal heiter, mal verträumt
Die artistischen Darbietungen der Zirkuskinder wurden mal heiter, mal verträumt musikalisch untermalt. Angela Herschmann, Jennifer Küfner, Alisa Kampf, Linda Klug, Sarah Kern, Timo Mertin, Leo Kirchgäßner, Felix Gundert, Melina Matsi, Dominik Gils, David Matsis, und Elsa von Malinckrodt waren die Talente an den Tasten. Sie hatten eine Mischung aus Zeitgenössischem, Pop und wenigen Klassikern ausgewählt. Fabian Schurz, Tristan Becker, Bianca Firmbach und Katharina Rachor traten gar mit clownesken Weltrekordlerwerken vom Komponisten Luis Zett als musikalische Spaßmacher auf.
Zum Clown Coco gesellte sich auch die bezaubernde, talentierte Zirkusdirektorin mit komischen Nummern - wenn sie als Jülinde Ön nicht gerade an der Ersten Geige im »Zirkusorchester« saß und spielte. Gerade die Vielfalt der Begabungen der Kinder zeigte sich in diesem Programm, dessen Choreographie der Clown Herr Lui und Tina Fugel vom Circus Blamage übernommen hatten. Da war es selbstverständlich, dass zum Finale sich dann die seriös gekleideten Pianisten unter das bunte Zirkusvolk mischten.                                                                                            Daniela Tiggemann

 

Weitere Eindrücke von der Veranstaltung

 

Bühne frei für:

 

das Zirkusorchester unter der Leitung von Doris Völcker

 

Jennifer Küfner, Klavier und Kardagio

Alisa Kampf spielt den "Purzelbaumkönig"

 

Linda Klug - Flaggenschwingen

Sarah Kern spielt "Das dressierte Pferd"

 

Timo Merten begleitet das Stockfechten              Leo Kirchgäßner und Clown Coco

 

Felix Gundert wirbelt am Klavier für die Diaboloaufführung

Melina Matsi und die rhythmische Sportgymnastik des TV Erlenbach

 

Dominik Gils begleitet die Artisten

auf der Laufkugel

Frau Dörle und Herr Lui im Einsatz

 

Die vier Weltrekordler

 

Fabian Schurz näselt das

"schwierigste Klavierstück der Welt"

Tristan Becker mit dem

"teuflischsten Klavierstück der Welt"

 

Bianca Firmbach und das

"dunkelste Klavierstück der Welt"

Katharina Rachor spielt das

"geklauteste Klavierstück der Welt"

 

 

Elsa von Malinckrodt am Klavier und

Syvanne Rüstau und Anna Katharina Abel

Kleines Finale ...

 

Großes Finale

Alle Artisten und Musikschüler bedanken und verabschieden sich beim Publikum.

 

 

Ein großes Dankeschön an alle Artisten des "Circus Blamage", den Turnverein Erlenbach und unsere Musikschüler für ihre Beiträge.

Ohne Michael Völcker, Herrn Lui und Tina Fugel vom "Circus Blamage" wäre die Vorstellung nicht zu realisieren gewesen. Tina übernahm auch die Regie der Aufführung und investierte viel Zeit und Geduld in unser Projekt. - Vielen Dank an die Zirkusleut'.

 

Ein weiteres Dankeschön gilt den Lehrkräften Frau Dörle, Frau Völcker und Herrn Lang, die das Projekt wochenlang vorbereitet haben und ebenfalls viel Zeit und Liebe eingebracht haben.