Rapper klopfen und klatschen sich in die Ferien

 

Jahresabschlusskonzert: Musikschule Erlenbach präsentiert ihre Talente -

Orchester gelten schon immer als Aushängeschild - Gleich mehrere Streichquartette

 

 

Mit einem bunten Strauß an Musik schlossen herausragende Schüler und Ensembles der Musikschule Erlenbach in der Frankenhalle das Jahr ab. Im Konzert übertrug sich die Freude, die die Kinder und Jugendlichen beim Musizieren hatten, auf das Publikum. Das Resumee des vergangenen Schuljahres zeigt die Entwicklung, die vor allem die Ensembles in den vergangenen Monaten gemacht haben.

 

Fingerspitzengefühl gefragt

Schon immer sind die Orchester das Aushängeschild der städtischen Musikschule. Um dafür den Nachwuchs heranzuziehen, braucht es besonderes Fingerspitzengefühl, das Doris Völcker offensichtlich besitzt. Sie begeisterte in der Orchestervorschule die Kinder, animierte sie zu Kalinka und zu einem Csárdás mit Pep und Leidenschaft in sehr harmonischer Abstimmung.

Auch das Musikschulorchester - das sogenannte Mittlere Orchester unter der Leitung von Holger Blüder - schaffte es, die Leistungen der Einzelnen zu einem Gesamtklang zu verschmelzen. Sein poppiges Medley aus dem Musical Grease verband verschiedene Rhythmen des Rock’n Roll bis hin zur romantischen Ballade. Katharina Bernard sorgte mit ihrer Trompete als Solistin für präzise Akzente und sanften Schmelz.

 

Noch sehr jung waren dagegen die vier Trompeter Lea Baumgarten, Linus Hein, Noah Wießler und Joss-Malte Jans. Bei Beethovens »Freude schöner Götterfunken« und einem Blues zeigten sie ihre Selbstständigkeit in den Einsätzen. Marina Sommer meisterte mit Bravour an der Querflöte die dynamischen Wechsel des russischen Zigeunerlieds von Wilhelm Popp, trillerte fröhlich oder nahm sich bei den melancholischen Passagen sehr zurück. Auch Leonie Dreger am Cello wusste rhythmisch sicher ein prickelndes »Karibikfeeling« zu spielen.

 

Der 20-jährige Martin Graner glänzte mit virtuoser Technik auf der Piccolotrompete. Strahlende Verzierungen und Läufe schmückten die »Aylesford Suite« von Händel, geschickt begleitet von Blüder am Flügel. Doch auch an den Tasten drängen die Begabungen nach: Einen ersten Preis beim Regionalwettbewerb Jugend musiziert erhielt der zehnjährige Delong Xiao, der in der Frankenhalle ausdrucksstark die Paganini-Variationen von Isaak Berkowitsch spielte. Fingerfertigkeit paarte sich hier mit dem Gespür für die Phrasierungen.

 

Gleich zwei Streichquartette führten ihr Können an diesem Abend vor. Das jüngere mit Lorraine Rauscher, Leonie Abt, Nathalie Partsch und Helena Ackermann bewegte sich mit heiterer Gelassenheit durch ein Rondeau des jungen Mozart. Doch nur wenig älter sind Nikolas Oberle, Hannah Gund, Christina Fischer und Johannes Oberle, die den Kopfsatz des Sonnenaufgangsquartetts von Haydn voll Anmut und bei aller Lebhaftigkeit genau abgestimmt spielten.

Virtuos waren auch die Klarinetten von Oliver Kutz und Teresa Kirchmayr, die zusammen mit ihrem Lehrer Igor Abramov ein Allegro-Trio zu Gehör brachten. Zusammen mit Anja Bornhorst am Saxofon verwickelte sich Abramov dann in einen zänkisch-musikalischen Dialog in einer Sonatina von Wolfgang Jacobi, was den beiden charmanten Moderatoren Linda Klug und Felix Gundert Gelegenheit zur gewitzten verbalen Interpretation gab.

 

Bei den Gitarreschülern von Yüksel Akdeniz Miriam Großmann, Fabio Calo, Tobias Oefelein, Melih Karpis, Lucy Hektor und Milena Schäfer hieß es »It’s Boogie Time«. Viel Aufmerksamkeit forderte da das Zusammenspiel. Zum Abschluss zeigte eine Gruppe von Musikern des Hintergrunds dem begeistert jubelnden Publikum, was es kann. Die Bodypercussion »Ferien-Rap« von Manfred Menke brachte den Schlagzeugschülern Philipp Becker, Max Nalbach, Felix Graner, Katharina Rachor und Marlon Dröhne einen glanzvollen, zudem sehr humorvollen Auftritt.

Daniela Tiggemann

 

Bilder werden folgen

 

Die Musikschulleitung und der Förderverein bedanken sich recht herzlich bei allen Helfern und Lehrkräften für ihre tolle Arbeit.