Bericht über Swinging Advent(ure) 2018

 

Die hohen Erwartungen wurden erfüllt, gar übertroffen. Mit dem Jazz Orchestra Erlenbach, das bei Swinging Adventure in der fast voll besetzten Frankenhalle das Publikum mitnahm zu „Jazzigen Delikatessen“ und zu diesem Thema fein abgestimmte Big Band Arrangements spielte.

Big Band-Leiter Stephan Schlett und Holger Daub, der humorvolle Moderator des Konzertes bereiteten ein musikalisches Menü für die Besucher mit Fleisch-, Fisch- oder vegetarischen Gerichten. Aus dieser Musikküche war für jeden Geschmack etwas dabei.

 

Barbarossa Big Band

 

Das geniale drei Gänge Menü eröffnete mit der Vorspeise die „Barbarossa Big Band“ unter der Leitung von Erich Rachor mit einem eigens von Rachor arrangierten Medley deutschen Weihnachtslieder. Verschiedene Solisten wie Veit Langeheine, Karin Lange, Maximilian Weber und Lina Kohler glänzten bei dem Klassiker „Fly Me To The Moon“. Bevor das JOE zum Hauptgang servierte sang Kilian Lebert mit viel Gefühl und seiner klangvollen Stimme „Santa Claus Is Popin To Town“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                        Holger Daub                                                            Stephan Shlett

 

Holger Daub lies anrichten und servierte die pulsierende Latin-Komposition „Papa Lips“ von B. Mintzer. Nach dem dynamischen Stück, zeigte die Band mit „Just Friends“, mit welchem Drive und professionell herausgearbeitetem Blending die Band zwischenzeitlich unterwegs ist. Vor allem der Saxophonsatz und der Bandleader Stephan Schlett konnten sich als ausgezeichnete Solisten präsentierten.

 

Einen rockigen funkigen Drive verströmte die Band bei „Chicken“. Neben vielen Solisten in dem Stück, spielte der Gitarrist Frank Willems beeindruckend seine funkigen Rhythmen und verlieh der Band den nötigen Groove. Auch in „Fried Buzzard“ brillierte eine Solistin am Baritonsaxophon. Mona Daub unterstützt von Stephan Schlett bestach mit einer sehr ausdrucksvollen Improvisation und ließ den Vogel auf der Zunge vergehen. In den Bann zog auch Kerstin Olejak das Publikum mit „Big Time“. Ihre ausdrucksstarke und gefühlvolle Stimme und das swingende Arrangements begeisterten die Zuhörer vor der Pause.

 

Jazz Orchestra Erlenbach 

 

Nach der Pause erreichte die Band mit “Have yourself a merry little Christmas“ ihren ersten weihnachtlichen Höhepunkt bei dem spielfreudig „Doc Nolte“ am Piano beeindruckte. Die Ballade „Satin Doll“ war eine genußvolle Gaumenfreude, überhaupt spielte die Band die aufwendigen Arrangements mit mitreißender Energie und Präzision.

Ein weiterer Höhepunkt war die Wechselbeziehung zwischen dem dynamischen Sänger Thorsten Keil und der Band in einem Dean-Martin-Medley. Keil schlüpfte wie selbstverständlich in die Rolle und interpretierte Dean Martin mit einer bedingungslosen Hingabe. Das beschwingte Zusammenspiel zwischen der Rhythmusgruppe und den Bläsern von „Every Summer Night“ oder „This Christmas Donny“, zeigt die jahrelange Erfahrung der Musiker und ihre nuancierten Abstimmungen. Nicht nur bei „A Child Is Born“ zeigten sie kammermusikalisches Format.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Dessert beinhaltete die Titelmelodie des Kultfilmes „Shaft“ und ein redegewandten mit Esprit gespickten Sketch, gespielt von Holger Daub und Stephan Schlett. Via Leinwand begleiteten stimmungsvolle Fotos von Thorsten Keil das Menü.  Das Publikum honorierte das kurzweilige Konzert mit überschwenglichem Schlussapplaus, der in die Zugabe „Fantasie“ mundete, die sowohl zum Tanzen als auch zum Zuhören einlud. Mit geballter Sangeskraft präsentierten sich Kerstin Olejak, Thorsten Keil und Christian Schmitt mit ihrigen souligen Stimmen zu den funkigen Rhythmen und beendeten einen groovigen Big Bandabend.